ArbStättV : 2008-12-18

        

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ArbStättV

2008-12-18

de

Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung — ArbStättV)

Ausgabe: 12. August 2004 (BGBl. I, S. 2179) einschließlich der Änderung vom 06. März 2007 (BGBl. I, S. 277), vom 20. Juli 2007 (BGBl. I, S. 1596) und vom 18. Dezember 2008 (BGBl. I, S. 2779)

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Auf Grund des § 18   des Arbeitsschutzgesetzes vom 7. August 1996 (BGBl. I S. 1246), der zuletzt durch Artikel 179 der Verordnung vom 25. November 2003 (BGBl. I S. 2304) geändert worden ist, verordnet die Bundesregierung sowie auf Grund des § 66   Satz 3 und des § 68 Abs. 2   Nr. 3 des Bundesberggesetzes vom 13. August 1980 (BGBl. I S. 1310), von denen § 66 Satz 3 durch Artikel 8 Nr. 2 des Gesetzes vom 6. Juni 1995 (BGBl. I S. 778) eingefügt und § 68 Abs. 2 zuletzt durch Artikel 123 Nr. 2 Buchstabe a der Verordnung vom 25. November 2003 (BGBl. I S. 2304) geändert worden sind, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit:

Artikel 1Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung — ArbStättV) 1)  

§ 1Ziel, Anwendungsbereich

(1) Diese Verordnung dient der Sicherheit und dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten beim Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten.

(2) Diese Verordnung gilt nicht für Arbeitsstätten in Betrieben, die dem Bundesberggesetz ( BBergG  ) unterliegen, und mit Ausnahme von § 5   nicht

1)im Reisegewerbe und Marktverkehr,
2)in Transportmitteln, sofern diese im öffentlichen Verkehr eingesetzt werden,
3)für Felder, Wälder und sonstige Flächen, die zu einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb gehören, aber außerhalb seiner bebauten Fläche liegen.

(3) Das Bundeskanzleramt, das Bundesministerium des Innern, das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung, das Bundesministerium der Verteidigung oder das Bundesministerium der Finanzen können, soweit sie hierfür jeweils zuständig sind, im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und, soweit nicht das Bundesministerium des Innern selbst zuständig ist, im Einvernehmen mit dem Bundesministerium des Innern Ausnahmen von den Vorschriften dieser Verordnung zulassen, soweit öffentliche Belange dies zwingend erfordern, insbesondere zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit. In diesem Fall ist gleichzeitig festzulegen, wie die Sicherheit und der Gesundheitsschutz der Beschäftigten nach dieser Verordnung auf andere Weise gewährleistet werden.

1)  Diese Verordnung dient der Umsetzung

1)der EG-Richtlinie 89/654/EWG   des Rates vom 30. November 1989 über Mindestvorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz in Arbeitsstätten (Erste Einzelrichtlinie im Sinne des Artikels 16 Absatz 1   der Richtlinie 89/391/EWG) (ABl. EG Nr. L 393 S. 1) und
2)der Richtlinie 92/58/EWG   des Rates vom 24. Juni 1992 über Mindestvorschriften für die Sicherheits- und/oder Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz (Neunte Einzelrichtlinie im Sinne des Artikels 16 Absatz 1   der Richtlinie 89/391/EWG) (ABl. EG Nr. L 245 S. 23) und
3)des Anhangs IV   (Mindestvorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen) der Richtlinie 92/57/EWG des Rates vom 24. Juni 1992 über die auf zeitlich begrenzte oder ortsveränderliche Baustellen anzuwendenden Mindestvorschriften für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz (Achte Einzelrichtlinie im Sinne des Artikels 16 Absatz 1   der Richtlinie 89/391/EWG) (ABl. EG Nr. L 245 S. 6).